Donnerstag, 23.02.2012
Das Beste zum Schluss
Seit sieben Jahren ist Sandra Tomforde in der Landjugend in Bargstedt aktiv. Ihre Freunde waren es, die die 21-Jährige auf die „Echte Niedersachsen“-Aktion aufmerksam machten. Dass sie jetzt tatsächlich im Kalender zu sehen sein wird, kann sie selbst kaum glauben – zumal es beinahe nicht geklappt hätte.
„Ich bin eigentlich ein total entspannter Mensch, es sei denn ich bin zu spät“, berichtet die Reiseverkehrskauffrau-Auszubildende. An jenem Samstag war sie ganze drei Stunden zu spät in Hannover. In den Bluestudios startete zu dieser Zeit das Casting der „Deerns“ – ohne Sandra. Dabei hatte sie sich so über die positive Antwort auf ihre Bewerbungsfotos gefreut. „Ich hab gefeiert, wie so eine Frischverliebte nach dem ersten Kuss“, sprudelt es aus ihr heraus. Dann kam der Casting-Samstag. Gemeinsam mit ihrer Mutter kam Sandra frustriert in Hannover an. Chancen rechnete sie sich da bereits nicht mehr aus. „Ich bin dann auch tatsächlich da rein und mir kam jemand entgegen und sagte: „Zu spät, die Entscheidung ist schon gefallen.“ Dass ihr die Fotografen doch noch eine Chance gaben, sah Sandra erst lediglich als Belohnung für den auf sich genommenen Weg. „Ich dachte, das läuft so nach dem Motto: Jetzt, wo du schon mal hier bist, können wir auch ein paar Fotos machen.“ Doch sie hat überzeugt und ist dabei.
Sandra im Alten Land zwischen Apfelblüten.
© Carolin Hasemann
Dass sie für solche Überraschungen jederzeit zu haben ist, können ihre Freunde bestätigen. Egal ob Flirtseminare, Erntefestorganisation, Helloween- oder Schlumpfpartys – in ihrer Funktion als Landjugendvorsitzende ist Sandra engagiert und auch für jeden Spaß zu haben. Kein Wunder, dass die Nachricht, die junge Frau aus den eigenen Reihen im Kalender zu sehen, für jede Menge Stimmung im Freundeskreis sorgte. Spaß hatte Sandra auch beim Shooting im Alten Land. „Ich habe mir nicht so viele Gedanken gemacht, ich dachte, die werden mir schon sagen, was sie wollen.“ Taten die Fotografen dann auch. Und schon fand sich Sandra beim Krabbeln in den Baumkronen wieder.
Als spontan, sportlich und reiselustig beschreibt sie sich selbst. Vor allem Ägypten hat es ihr als Reiseziel angetan. Sollte ich meine Abschlussprüfung im November bestehen, gönne ich mir eine 14-tägige Marokko-Rundreise“, freut sie sich. Fest verwurzelt fühlt sie sich jedoch im Norden. „Ich mag die Leute, diesen trockenen Humor, die Landschaft“. Im kommenden Jahr gibt es diese Heimatliebe „schwarz auf weiß“. „Während des Shootings war ich noch nicht mit meinem Freund zusammen. Dem hab ich dann neulich mal mitgeteilt: Ach ja Schatz, übrigens….“
Annika Wilkening