Julia ist begeistert von Pferden und reitet auch Turniere.
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„Neulich haben wir uns dann die Fotos, mit denen wir uns beworben haben noch einmal angeguckt und uns vor Lachen weggeschmissen. Oben über- und unten unterbelichtet, aber irgendwas müssen die ja scheinbar in uns gesehen haben“, plaudert die 20-jährige drauf los.
Trotz Selbstbewusstsein - das Probe-Shooting in Hannover wäre fast die letzte Station der beiden Freundinnen gewesen. „Als wir da reingekommen sind, wollten wir am liebsten sofort wieder gehen. Da dachten wir, hier sind wir fehl am Platz und haben uns erst einmal an den Rand gesetzt.“ Dass dann beide ausgewählt wurden konnten sie nicht fassen.
„Lena wurde zuerst geshootet und ich hab mich so für sie gefreut. Das ging total schnell, innerhalb von einer Viertelstunde hatten wir das Bild. Sie hat ein paar mal gelächelt und fertig. Das ist auch echt das Besondere an unserer Freundschaft, dass wir uns füreinander freuen können.“
Gemeinsam unterwegs
Seit vier Jahren sind die beiden Models befreundet, immer wieder werden sie für Schwestern gehalten. Klar, dass Julia auch auf Lenas Unterstützung bei ihrem Shooting zählen konnte. An der Schleuse in Osterhausen kostete es Julia anfangs nicht nur aufgrund der winterlichen Temperaturen Überwindung sich im Negligee für den Kalender fotografieren zu lassen. „Ich hatte am Anfang schon ein bisschen Schiss, aber Lena hat mir zugeredet und das Team war auch einfach super, eigentlich hat es total viel Spaß gemacht.“
Niedersachsen ist für Julia vor allem Pferdeland. Im Alter von drei Jahren saß sie zum ersten Mal im Sattel. „Meine ganze Familie ist pferdeverrückt - mit Ausnahme meines Papas“, erklärt Julia und lacht. Sabine Wilkens, die Tochter des ehemaligen Olympiareiters Dr. Willy Büsing, gibt der Abiturientin jeden Tag Reitunterricht. Seit vier Jahren gehört sie zur „Familie“. „Das ist wirklich klasse. Als ich anfing konnte ich nichts, aber sie haben an mich geglaubt. Heute fahren wir zusammen zu Turnieren, ich helfe im Stall und bei der Aufzucht. Man bekommt ein tolles Gesamtbild. Vor allem Gerd Thillner ist eine Bezugsperson geworden, er ist wie ein Zieh-Opa“, berichtet Julia und strahlt.
Zum Abitur machten ihre Eltern Julia deshalb ein ganz besonderes Geschenk, das sie kaum glauben konnte: Leonardos, einen zehnjährigen Hannoveraner-Fuchs. „In der siebten Klasse, als ich richtig schlecht in der Schule war, habe ich gefragt, ob ich bei einem Abi mit 1,5 ein Pferd bekäme. Es konnte ja keiner ahnen, dass das wirklich passieren wird.“ Sie strahlt. Für ihr Studienwunschfach Zahnmedizin hat sie sich deshalb nur in Städten beworben, in die sie Leo mitnehmen könnte.
Bereits seit Jahren befreundet: Lena (l.) und Julia.
© Carolin Hasemann
Wo geht‘s denn hin?
„Langsam wird es spannend. Münster, Göttingen und Regensburg sind noch offen.“ Und ihr Favorit? Da muss Julia nicht lange überlegen. „Göttingen wäre schon toll, dann könnte ich mit Lena zusammenziehen, aber die beiden anderen wären auch ok.“
Annika Wilkening