„Mir gefällt das Landleben. Ruhe, frische Luft, viel Platz - das reicht mir schon“, betont Jens. Die Frage nach einem Agrar-Schwerpunkt beantwortet der Hüne ebenfalls auf seine ganz eigene trockene Art. „Ich kann mit Kühen einfach mehr anfangen, als mit Schweinen und Hühnern. Die Arbeit ist eher draußen an der frischen Luft, als im Stall, das gefällt mir. Und ich bin groß, das hilft bei der Arbeit mit großen Tieren. Mein Chef hat früher bei Verkäufen immer gesagt: ‚Jens, mach Dich nen bisschen kleiner, die Kuh wirkt sonst nicht.“ Jens grinst kurz, wird aber schnell wieder ernst. Nach einer dreijährigen landwirtschaftlichen Ausbildung im Nachbarort, übernahm er für drei Jahre den elterlichen Betrieb mit 45 Milchkühen. „Das war zu früh“, sagt Jens rückblickend. Zum 30. Juni gab er den Betrieb wieder ab.
Es gibt viele Wege
Bei der Bundeswehr hat er sich beworben - auch die Möglichkeit, das Abitur nachzumachen und noch studieren zu gehen, schließt er nicht aus. „Es gibt viele Wege, das ist das Spannende“, sagt er. Für das nächste Jahr sucht Jens eine Vollbeschäftigung in der Landwirtschaft. „Vielleicht klappt es auf diesem Weg.“ Auch langfristig schließt er die Landwirtschaft als Beschäftigungsfeld nicht aus. „Die Arbeit ist abwechslungsreich, man muss schon viel wissen, beschäftigt sich mit Tieren und muss manchmal auch ein kleiner Händler sein.“ Vor allem die Technik begeistert Jens. „Auch unter uns Pfadfinderleitern bin ich schon immer derjenige gewesen, der für die Technik verantwortlich ist“, erzählt er.
Jens Rühlmann im Moor nahe Bad Bentheim.
© Carolin Hasemann
Mücken und Blutegel
Seit Jahren bildet er, der Eigentümer der Jugendleitercard ist, auch Pfadfinder aus. Es ist die Gemeinschaft, die ganz eigene Pfadfinder-Pädagogik, die ihn begeistert. Als „Wölfling“ kann man der Organisation im Alter von acht Jahren beitreten. Der Stamm Haselünne hat eine Besonderheit: „Bei uns kann man schon mit 16 Jahren Leiter werden.“ Knapp 30 Mitglieder umfasst die Gruppe derzeit.
Dass er als Kandidat in den Kalender kommt, damit hat Jens nicht gerechnet. „Ich habe das gelesen, Fotos hingeschickt und mich gefreut, als der Anruf kam. Aber so richtig gedacht hätte ich das nicht.“ Das Shooting im Moor hielt für die Models einige Überraschungen bereit. „Joah, ich durfte dann auch direkt ins Moor steigen. Erst kamen die Mücken, dann hatte ich so 20 Blutegel am Bein, ich hatte noch nie Blutegel gesehen. Aber es ging erstaunlich schnell vorbei. Hat Spaß gemacht.“
Annika Wilkening
Ihr möchtet Jens Rühlmann im Kalender sehen? Bestellmöglichkeit gibt es hier auf der Homepage unter der Rubrik "Bestellung".