Jura, Zahnmedizin oder Landwirtschaft? Das „Echte Niedersachsen“-Model Alina (23) entschied sich für den Studiengang Landwirtschaft. Die gebürtige Dortmunderin ist bekennender Niedersachsen-Fan. Die Wahl der Studienstadt fiel somit nicht zufällig auf Osnabrück.
„Meine Eltern haben gar nichts mit Landwirtschaft zu tun. Aber ich war von klein auf ein Stallkind“, sagt sie und grinst. „Das besondere an der Landwirtschaft sind die unterschiedlichen Beschäftigungsgebiete. Gerade wenn man aus der Stadt kommt ist das ein krasser Vergleich.“
Pferde im Fokus
Das Pferdeland Niedersachsen passt hervorragend, dreht sich doch im Leben der Studentin fast alles um diese geliebten Tiere. „Ich habe mit sieben reiten gelernt und mein erstes Pferd hätte ich mit 14 fast gegen den Willen meiner Eltern gekauft. Im letzten Moment ist meine Mutter mit mir mitgekommen“, erklärt die Pferdenärrin wie mit dem Hannoveraner-Friesenmix „Diabolo“ alles begann.
Während ihres Studiums an der Osnabrücker Fachhochschule setzte sie ihren Schwerpunkt auf Pferdemanagement. Nach der jetzt anstehenden Bachelor-Arbeit soll es mit einem Master in Agrarwissenschaften weitergehen. „Vor dem Studium habe ich lange Handball gespielt“, erzählt sie. Heute geht es häufig vom Hörsaal in den Pferdestall, denn Alina ist leidenschaftliche Springreiterin. Langsam will sie ihren dreijährigen „Canterbury “ an den Turniersport heranführen. „Wir sind einfach ein gutes Team“, merkt sie an und strahlt. „Zum Glück ist mein Freund mit Landwirtschaft aufgewachsen. Er hat viel Verständnis für meinen Tagesablauf.“
Studium und dann? „Mein Traum wäre ein eigener Hof in Kanada. Ich habe dort ein dreimonatiges Praktikum gemacht und mich sofort in das Land verliebt. Also entweder wird es Reisehauptziel oder wer weiß, vielleicht sogar irgendwann Wohnsitz.“
Als jemanden, der gern reist und viel Action braucht, beschreibt Alina sich selbst. Da kam der Echte Niedersachsen-Kalender genau zur richtigen Zeit. Durch ein Poster in ihrer Fachhochschule wurde Alina auf das Projekt aufmerksam und entschloss spontan sich zu bewerben. „Ich habe das erst niemanden erzählt, aber mich natürlich riesig gefreut, als ich erfahren habe, dass ich dabei bin.“
Für das Shooting in der Nähe von Osnabrück reiste sie extra aus dem Holland-Urlaub an. „Am Anfang war es echt kalt. Ich bin eher eine Frostbeule und dann da vor Ort umziehen... Aber es hat echt richtig Spaß gemacht und ich bin gespannt auf die Fotos.“
Hürden nehmen
Ihre Entscheidung, der Stadt den Rücken zu kehren, hat Alina nicht bereut. „Damals war es ein Bauchgefühl, heute würde ich alles wieder so machen. Nur hätte ich heute vorher wahrscheinlich noch eine landwirtschaftliche Ausbildung gemacht. Ich glaube mich haben auch viele in meinem Studiengang für verrückt erklärt, so ohne große Vorkenntnisse. Das musste ich alles schwer erlernen.“
Annika Wilkening